Wolfgang Weiler ist Chef des Branchenverbands GDV. © GDV
  • Von Lorenz Klein
  • 11.07.2019 um 12:12, aktualisiert am 15.07.2019 um 10:54
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Mehr Auszahlungen, höhere Kapitalanlagen und gestiegene Leistungsverpflichtungen – diese Bilanz zieht der Versicherungsverband GDV für das Jahr 2018. Der Kapitalanlagebestand der Branche beträgt demnach mit mehr als eine Billion Euro dem Dreifachen des Bundeshaushaltes, wie aus der GDV-Publikation „Lebensversicherung in Zahlen 2019“ hervorgeht.

Die deutschen Lebensversicherer haben 2018 fast 79 Milliarden Euro an ihre Kunden ausgezahlt – das sind rund 2,5 Prozent mehr Leistungen als im Vorjahr. Der Kapitalanlagenbestand der Branche legte ebenfalls zu – um 3 Prozent auf 933 Milliarden Euro zu, wie der Versicherungsverband GDV am Donnerstag auf Basis der Bilanzwerte meldete.

Zum Vergleich: Der gesamte Bundeshaushalt 2018 hatte ein Gesamtvolumen von knapp 344 Milliarden Euro. Und: Zum Kapitalanlagebestand kommen noch die Kapitalanlagen für fondsgebundene Versicherungen hinzu. Diese beliefen sich laut GDV Ende 2018 auf 103 Milliarden Euro.

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Die Leistungsverpflichtungen – die auch als Geldvermögen der Lebensversicherungskunden bezeichnet werden können – stiegen demnach im Vorjahresvergleich um rund 18 Milliarden Euro und übertrafen damit erstmals die Marke von einer Billion Euro.

Weiter berichtet der Verband, dass sich die laufende Durchschnittsverzinsung auf 3,03 Prozent belief. Die Kennzahl misst die Verzinsung der Kapitalanlagen ohne Berücksichtigung außerordentlicher Erträge und Aufwendungen, wie etwa Veräußerungsgewinne oder Abschreibungen, erläutern die Branchenvertreter.

Außerdem interessant: Die Beitragseinnahmen der Lebensversicherer erreichten 2018 knapp 89 Milliarden Euro, was einem Plus von 2,5 Prozent entspricht. Die Zahl der Hauptversicherungen blieb mit 83 Millionen Policen annähernd stabil (minus 0,9 Prozent).

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Lorenz Klein

Lorenz Klein ist seit Oktober 2019 stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört er seit 2016 an.

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