So wie die typische Seminarverpflegung meist nicht ideal ist, um konzentriert arbeiten zu können , so sind es auch die meisten Präsentpakete nicht, welche von Unternehmen gerne zu Weihnachten und zum Jahresstart verschickt wurden. Die Päckchen, die vor allem an ausgewählte und verdiente Geschäftspartner adressiert sind, sehen meist so aus: Randvoll mit Chips, Keksen, Schokoriegeln und Gummibärchen.
Diese vermeintlichen Leckereien „zum Stressabbau“ haben es allerdings in sich. Niemand will eine Spaßbremse sein, aber schauen wir uns den Inhalt des Inhalts doch mal näher an.
Transfette:
Bei Transfetten handelt es sich um Nebenprodukte der industriellen Härtung von Pflanzenfetten. Sie kommen vermehrt in Margarine, Schokoriegeln, Fertigprodukten, Brotaufstrichen und allgemein in industriell gefertigten Backwaren und Frittiertem wie Chips, Croissants und Burgern vor. Immer wenn auf der Verpackung von „pflanzlichen Fetten“ gesprochen wird, optisch vielleicht noch mit Sonnenblumen garniert, ist Vorsicht geboten. Transfette ähneln den Fetten unserer Zellmembranen und werden in diese teilweise eingebaut. Da sie jedoch eine etwas andere Struktur haben, kann dadurch die Zellmembran ihre Aufgaben nicht mehr optimal erfüllen.
So kommen entweder Abfallstoffe aus der Zelle nicht mehr raus oder Nährstoffe nicht mehr optimal hinein. Im schlimmsten Fall passieren schädigende Stoffe die Membran, wodurch die Zellen geschwächt und geschädigt werden können. Die Langzeitfolgen sind beispielsweise ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Menge, die hier das Gift macht, ist extrem klein. Studien kommen zum Ergebnis, dass bereits bei 30 Kilokalorien (Kcal) täglich, welche aus Transfetten stammen, das Herzinfarkt-Risiko bereits um 36 Prozent ansteigt. Einer der Effekte der in Zellmembranen eingebauter Transfette ist, dass das Hormon Insulin schlechter an den Zellwänden andocken kann, um Zucker aus dem Blut in die Zelle zu bringen. Gelingt dies immer schlechter, verbleibt mehr Zucker im Blut.
Langfristig kann so auch Diabetes mellitus Typ 2 entstehen. Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Augenschäden und für Amputationen. Unser Gehirn benötigt, um optimal arbeiten zu können, hochwertige Omega-3-Fettsäuren wie EPA und DHA. Diese sind unter anderem wichtig, um die Funktion der Nervenbotenstoffe wie Serotonin oder Dopamin verbessern zu können. Leider blockieren jedoch Omega-6-Fettsäuren und Transfette diese Omega-3-Fettsäuren. Gerade EPA ist wichtig, um das Risiko für psychische Erkrankungen wie Angststörungen, Depressionen und Schizophrenie gering zu halten.
Dem Alltagsstress sollte man also besser nicht mit Transfetten begegnen, sondern mit gesunden Omega-3-Fetten. Warum also nicht eine Flasche hochwertiges Leinöl verschicken? Das gibt es auch in Bio-Qualität.
Was ist noch drin? Na klar, Zucker. Auch hier lohnt es sich, ins Detail zu gehen.
Zucker:
Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt einen maximalen täglichen Zuckerverzehr von 25 Gramm am Tag. Ein Knoppers, auch das wurde jüngst in einem Korb verschickt, besteht zu über 30 Prozent aus Zucker und enthält davon bereits 8,8 Gramm. Ein Mars Riegel, 51 Gramm, enthält 64 Prozent Zucker! Ein Riegel liefert also bereits mehr als 32 Gramm Zucker. Ein einziger Riegel übersteigt damit die maximal empfohlene Zufuhrempfehlung – dann aber bitte auch nichts mehr anderes an diesem Tag essen!
Denn: Eine hohe Zuckerzufuhr, lässt den Blutzuckerspiegel – und in der Folge den Insulinspiegel – explosionsartig ansteigen. Dadurch sinkt der Blutzuckerspiegel, sofern die Zellen noch nicht insulinresistent sind, unter einen kritischen Wert. Das versetzt das Gehirn in Alarmzustand, woraufhin Hormone ausgeschüttet werden, die uns verleiten, zu den nächsten Süßigkeiten zu greifen. Schließlich soll der Blutzuckerspiegel schnell wieder ausgeglichen werden – ein Teufelskreis. Zucker liefert leere Kalorien, er enthält praktisch keine Nährstoffe. Noch schlimmer: Bei der Verstoffwechslung von Zucker werden wichtige Vitamine und Mineralien verbraucht. Zucker ist also ein regelrechter Nährstoffräuber.
Als Abfallprodukt entstehen Advanced Glycation Endproducts. Im Prinzip handelt es sich dabei um verzuckerte Proteine, welche ihre Funktion verlieren und damit zu Schlacken im Körper werden. Das kann beispielsweise das Bindegewebe schwächen – Frauen kennen das als Orangenhaut – und Falten entstehen lassen. Zucker lässt uns also schneller altern. Er fördert weiterhin stille Entzündungen, was sich äußerlich beispielsweise in unreiner Haut und Akne zeigen kann.
Solange der Blutzuckerspiegel und in der Folge der Insulinspiegel erhöht sind, wird Fett in den Fettzellen nicht nur eingesperrt, schlimmer noch. Überschüssige Kalorien durch hohen Zuckerkonsum werden als zusätzliches Fett in den Fettzellen eingelagert. Auf Dauer kann so das stoffwechselaktive Organfett, das Viszeralfett ansteigen. Problematisch daran ist, dass dieses proentzündlichen Stoffe, sogenannte Zytokine ausschütten. Diese fördern wiederum im gesamten Körper stille Entzündungen und können auf lange Sicht gesehen zu Zivilisationskrankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Krebs führen. Je länger man sich mit schnellen Kohlenhydraten ernährt, welche den Blutzuckerspiegel rasch ansteigen lassen, desto mehr verändert sich die Zusammensetzung des Darmmikrobioms.
Fäulnisbakterien nehmen überhand und verdrängen solche Bakterien, die für unsere Gesundheit besonders förderlich sind. Dadurch verschiebt sich der PH-Wert im Darm ins basische, wodurch beispielsweise Mineralien wie Magnesium – das Salz der Ruhe und Ausgeglichenheit – schlechter aufgenommen werden können. Das Verschieben der Darmbesiedlung Richtung Fäulnisflora kann wiederum das Risiko psychischer Erkrankungen wie Depressionen erhöhen. Damit nicht genug: Diese vermehrten Darmbakterien können Einfluss auf unser Gehirn nehmen und unser Verlangen nach Zucker erhöhen. Denn den lieben diese Bakterien besonders und können sich so fröhlich weiter vermehren. Die nun entstehende Dysbalance im Darm kann außerdem zu einem sogenannten leaky Gut, einem löchrigen Darm führen.
Dieser steht häufig in Verbindung mit einem leaky Brain – einer löchrigen Blut-Hirn-Schranke. Ist diese löchrig, können Fremdstoffe und Erreger durch diese leichter ins Gehirn geraten und dort zu entzündlichen Prozessen und ebenfalls stillen Entzündungen führen. Diese stehen im Verdacht, zumindest einen Anteil an der Entstehung von Demenzerkrankungen wie Alzheimer und Morbus Parkinson zu haben. Gesundheit beginnt also im Darm und Zucker schädigt dessen ausgewogene Besiedlung. Dadurch steigt auch die Infektanfälligkeit. Schließlich befinden sich circa 80 Prozent unseres Immunsystems im Darm.
Die Hauptnahrungsquelle von entarteten Zellen in bestimmten Stadien ist übrigens Zucker. Sie verbrennen diesen nicht, sondern vergären ihn. Bekommt unser Immunsystem diese Zellen nicht in den Griff, kann sich daraus Krebs entwickeln. Zucker liefert also im Alltagsstress dem Körper keine nachhaltige Energie. In Wahrheit schwächt er den Körper, raubt ihm wichtige Nährstoffe, die an anderer Stelle dann fehlen und macht ihn anfälliger für Infekte, Zivilisationskrankheiten und psychische Erkrankungen.
Tatsächlich sollten wir nicht so viel über Essen philosophieren, sondern uns an die wissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnisse zum Thema Ernährung halten! Wer also seine Geschäftspartner fit, gesund und optimal mit Energie versorgen möchte, der sollte Lebensmittel verschenken, die möglichst wenig Zucker enthalten.
So geht es besser:
Wenn unbedingt Schokolade enthalten sein soll, dann auf einen möglichst hohen Kakaoanteil achten. Je höher dieser ist, desto geringer der Zuckeranteil. Es gibt auch Bio-Fairtrade-Schokolade, die maximal circa 10 Prozent Zuckeranateil hat. Sie kostet natürlich etwas mehr als die billige Vollmilchschokolade. Dann eben mehr Qualität als Quantität. Ging es nicht um Geschenke für gute Geschäftspartner?
Weitere Alternativen sind Obst, aber bitte nur in geringer Menge, Gemüse und hochwertige Fette wie Leinöl und Nussmischungen. Diese sättigen nicht nur lange, sondern liefern für das Gehirn und die Nerven wertvolle Fettsäuren – außerdem bringen sie viele Mineralstoffe und Spurenelemente mit.
Kurzum: Wie lange kleine Geschenke die Freundschaft, vor allem aber die Gesundheit erhalten, bestimmt die richtige Zusammensetzung des Fresspaketes.
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