Die Ausgabe der Medikamente durch einen Pflege gehört in stationären Pflegeeinrichtungen zum Alltag. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 1,61 Millionen neue Anträge auf Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung gestellt. © dpa/picture alliance
  • Von Redaktion
  • 10.04.2019 um 10:12, aktualisiert am 10.04.2019 um 10:23
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Im vergangenen Jahr haben insgesamt 1,61 Millionen Menschen erstmals einen Antrag auf Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung gestellt. Die Ablehnungsquote betrug 15 Prozent. Fast 40 Prozent der Anträge führten zum Pflegegrad 2, nur gut halb so viele zu Pflegegrad 1, wie Zahlen aus dem Gesundheitsministerium zeigen.

Jeder fünfte Neu-Antragsteller (20,7 Prozent) bekam im vergangenen Jahr den Pflegegrad 1, dem also nur eine geringe Beeinträchtigung zugrunde liegt, zugesprochen. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf eine Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine kleine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann. Bei Erfüllung des Pflegegrades 1 erhalten die Betroffenen einen monatlichen Betrag in Höhe von 125 Euro.

38,5 Prozent der neu bewilligten Pflegeanträge entfielen demnach auf den Pflegegrad 2, 17,1 Prozent auf den Pflegegrad 3. Weitere 6,5 Prozent der eingereichten Fälle entsprachen Pflegegrad 4 und 2,4 Prozent dem höchsten Pflegegrad 5.

Viel zu viele Pflegebedürftige würden nach der Begutachtung ohne professionelle Pflegeleistungen bleiben, kritisierte Sabine Zimmermann gegenüber dem RND. „Das hat mit Bedarfsdeckung nichts zu tun“, so Zimmermann. Niemand betrage Unterstützung ohne Not. Daher fordert die Linken-Politikerin, dass der Leistungsumfang im Pflegegrad 1 spürbar steigen müsse.

 

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