Michael Franke, Geschäftsführer Franke und Bornberg, referiert über Zustand und Zukunft der Arbeitskraftabsicherung im Rahmen der AKS>tomorrow 2017 (hier in Hannover). © dpa/picture alliance (Vorschaubild); Franke und Bornberg
  • Von Lorenz Klein
  • 22.06.2017 um 08:58
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lesedauer Lesedauer: ca. 05:35 Min

Die Kreativität der Versicherer kennt kaum Grenzen, wenn es darum geht, die Berufsunfähigkeitsversicherung schicker zu machen. Doch ein Mehr an kundenfreundlichen Klauseln bringt das Produkt vertrieblich kaum voran. Eine Bestandsaufnahme.

„Man sagt gerne, es sind die jungen Menschen und die körperlich Tätigen, die nicht erreicht werden. Letzteres war schon immer schwierig, und es ist nicht leichter geworden – und die jungen Menschen fühlen sich nicht immer richtig angesprochen“, stellt Franke fest.

Eine BU von Kindesbeinen an?

Wie mit dieser Problematik umzugehen ist, muss jeder Versicherer für sich lösen. „Wir bieten über unser ganzheitliches Vorsorgekonzept Tip-Top-Tabaluga bereits für Kinder eine BU-Option für eine spätere Berufsunfähigkeitsversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung an, die zum Beispiel zum 15. Geburtstag, bei Beginn der Ausbildung oder nach Ende des Studiums gezogen werden kann“, sagt Stefan Taschner, Sprecher der Universa Versicherung, die an der AKS-Tour 2017 teilnahm. Hier unterstütze man die Vertriebspartner mit einem Erinnerungsservice, damit das „wertvolle Optionsrecht nicht in Vergessenheit gerät“.

Ach ja, und dann geht auch noch der Preis- und Bedingungswettbewerb der vergangen Jahre munter weiter. „Das ist natürlich nicht stabilitätsfördernd“, kritisiert Franke die fortdauernde Entwicklung. „Für die Vermittler ist es wichtig, dass wir die Überschussbeteiligung konstant halten“, sagt Stefanie Alt, Leiterin Produkt- und Marktmanagement Leben beim AKS-Tour-Teilnehmer Nürnberger. „Wenn die Kunden der Vermittler Briefe erhalten, in denen steht, dass die Überschussbeteiligung und damit die Prämie angepasst wird, würde der Kunde beim Vermittler sofort nachfragen: ‚Wie oft bekomme ich solche Briefe denn in Zukunft noch?‘“. Die Nürnberger wolle das vermeiden, so Alt, indem ihr Haus die Überschussbeteiligung stabil halte – als Pointe war das freilich nicht zu verstehen.

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Lorenz Klein

Lorenz Klein gehörte dem Pfefferminzia-Team seit 2016 an, seit 2019 war er stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Im Oktober 2023 hat Klein das Unternehmen verlassen, um sich neuen Aufgaben in der Versicherungsbranche zu widmen.

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