- Von Redaktion
- 26.03.2025 um 08:17
Der Sozialstaat in Deutschland steht vor erheblichen finanziellen und strukturellen Herausforderungen. Angesichts des demografischen Wandels und steigender Kosten in den sozialen Sicherungssystemen sollte sich jeder die Frage stellen, ob die bestehenden Finanzierungsmodelle zukunftsfähig sind oder grundlegend reformiert werden müssen. Aber mal ganz ehrlich: Das weiß doch mittlerweile jeder.
Die Lage der Sozialsysteme ist bereits dramatisch, worauf warten wir denn noch?
Zum wiederholten Male wird uns nun durch eine erneute große Koalition vieles versprochen. Aber änderte sich etwas nach den ganzen Versprechungen der letzten Regierungen, wo schließlich Union und SPD die überwiegende Zeit gemeinsam regierten?
Jedoch ist das, was wir aktuell erleben, leider nur der Anfang eines riesigen Finanzierungs-Tsunamis und Fachkräftedesasters, die 2025 bis 2030 auf uns zukommen.
Uns fehlt schlichtweg das Geld für die leeren Wahlversprechen
Neben der demografischen Entwicklung tragen auch noch weitere Faktoren zur finanziellen Schieflage im Sozialstaat bei. Die Begrenzung der Beiträge durch Beitragsbemessungsgrenzen, unzureichende Beteiligung aller Erwerbstätigen an den Sozialversicherungen sowie steigende Kosten für Gesundheits- und Pflegeleistungen. Vereinfacht gesagt: Alle Mitglieder mit einer erhöhten finanziellen Leistungsfähigkeit entziehen sich dem Solidarsystem.

Und wer denkt eigentlich an uns und unsere Kinder?
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Die Versicherungsbranche kann diese daraus entstehenden Versorgungslücken schon seit Jahren nicht mehr auffangen.
Glauben Sie jetzt also nicht, dass dieses neue Sondervermögen ausreichen würde, um Ihnen ein saniertes Deutschland anbieten zu können. Denn diese Summe würde aktuell schon innerhalb von drei Jahren allein nur von den Sozialsystemen verschlungen werden.
Da verdampfen also jetzt schon diese dubiosen 500 Milliarden Euro, welche Ihnen die angehende GroKo als Wundermittel verkaufen möchte, wie Wasser auf einem heißen Saunastein.
Bei dem ganzen Szenario ist jetzt noch nicht einmal die Digitalisierung von Arbeit bedacht worden.
Was würde wohl geschehen, wenn der Kapitalismus breitflächig Arbeitnehmer durch Maschinen ersetzt, weil man damit ganz gut Renditen steigern kann?
Selbstbedienungskassen, Pflegeroboter, Paketdrohnen und selbstfahrender ÖPNV finden bereits überall breite gesellschaftliche Anerkennung. Noch sind diese neuen technischen Errungenschaften eher eine Hilfe für uns, wegen des steigenden Fachkräftemangels durch die Demografie. Aber wer genau bezahlt denn bitte künftig, damit meine ich 2040 bis 2060, die benötigten Steuer- und Sozialabgaben, wenn es so drastisch käme?
Wir brauchen dringend neue Ideen, kein weiter-so
Internationale Beispiele zeigen alternative Finanzierungs- und Absicherungsmodelle für den Sozialstaat. In Österreich etwa basiert das Rentensystem auf einem umlagefinanzierten Modell, das sämtliche Erwerbstätige einbezieht und dadurch eine stabilere Finanzierungsbasis bietet.

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