Michael Müller ist seit 1. Juli 2023 Chef der Baloise. © Baloise
  • Von Karen Schmidt
  • 29.10.2024 um 10:48
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Die Baloise trennt sich vom Portfolio des Digitalversicherers Friday. Man wolle sich im Rahmen der Refokussierungsstrategie künftig vor allem auf profitable Segmente konzentrieren, so die Begründung. Käufer des Portfolios ist die Allianz Direct Versicherung.

Der Versicherer Baloise möchte sich im Rahmen seiner Refokussierungsstrategie auf ertragsstarke Geschäftsbereiche konzentrieren, also auf „profitable Segmente, in welchen wir eine relevante Größe haben“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Der Bestand des Digitalversicherers Friday erfüllt dieses Kriterium offenbar nicht. Man habe sich „nach eingehender Prüfung“ entschlossen, das Portfolio von Friday in Deutschland und Frankreich an die Allianz Direct Versicherung zu verkaufen. „Baloise hat verschiedene Optionen intensiv geprüft und ist zum Schluss gekommen, dass eine Transaktion mit einem starken Digitalversicherer die beste Lösung ist“, heißt es in der Mitteilung weiter.

„Wir sehen uns nicht mehr als besten Eigentümer für die weitere Entwicklung des Digitalversicherers“, sagt Baloise-Chef Michael Müller dazu. Die wirtschaftlichen Voraussetzungen hätten sich geändert und der deutsche sowie der französische Markt für Digitalversicherungen seien hart umkämpft. „Obwohl Friday einen hohen Bekanntheitsgrad aufgebaut hat, schätzen wir im aktuellen Umfeld die Möglichkeiten, mit Friday profitabel zu wachsen als zu gering ein“, so Müller.

Die Allianz Direct Versicherung übernimmt die Portfolios, die in Summe einem Prämienvolumen von rund 50 Millionen Schweizer Franken, also rund 53 Millionen Euro, entsprechen. Der Geschäftsbetrieb von Friday werde somit mittelfristig beendet.

„Wir erwarten den Vollzug der Transaktion bis Mitte 2025. Die Mehrheit der Mitarbeitenden wird bis zum Vollzug der Transaktion weiterbeschäftigt und ein Teil darüber hinaus, um eine reibungslose Übergabe der Portfolios sicherzustellen. Der Markenname Friday wird nicht mehr weitergeführt“, so die Baloise.

Über den Kaufpreis haben Baloise und Allianz Stillschweigen vereinbart. Die Baloise dazu: „Wir erwarten einen einmaligen negativen Ergebniseffekt von rund 75 Millionen Schweizer Franken (etwa 80 Millionen Euro), welcher größtenteils im Geschäftsjahr 2024 wirksam wird.“

Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Prüfung der zuständigen Aufsichtsbehörden.

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Karen Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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