- Von Barbara Bocks
- 27.02.2025 um 17:42
Die Beitragsrückerstattungen für PKV-Versicherte beliefen sich im Jahr 2023 auf insgesamt 1,5 Milliarden Euro. Das entspricht 3,1 Prozent der eingenommenen PKV-Beiträge.
Bei Beitragsrückerstattungen handelt es sich um Auszahlungen an Versicherte in bar, die über einen längeren Zeitraum hinweg keine Leistungen in Anspruch genommen haben. Sie dienen als Anreiz, kleine Rechnungen nicht einzureichen. Dabei können sich Versicherte laut PKV-Verband frei entscheiden, ob sie die Beitragsrückerstattungen in Anspruch nehmen wollen oder etwaige Arztrechnungen doch noch rückwirkend einreichen, um dafür eine Erstattung zu erhalten.
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„Beitragsrückerstattungen fördert Eigenverantwortung“
„Unsere Erfahrungen in der privaten Krankenversicherung zeigen: Selbstbehalte oder Beitragsrückerstattungen bei Leistungsfreiheit sind gut funktionierende Mechanismen, um die Eigenverantwortung der Versicherten zu stärken. Das könnte man sich natürlich auch in der gesetzlichen Krankenversicherung vorstellen“, sagt PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther. „Angesichts der schwierigen Finanzlage der GKV lohnt es meiner Meinung nach schon zu diskutieren: In welchem Verhältnis steht die Eigenvorsorge des Versicherten zu dem, was die Solidargemeinschaft tragen kann?“
Versicherte mit Anspruch auf Rückerstattung verhalten sich aus Sicht des Lobby-Verbands gesundheits- und kostenbewusster und verursachen dadurch weniger Ausgaben. Davon profitieren sie nicht nur selbst, sondern das kommt auch den übrigen Versicherten zugute, so der Verband weiter.
Ein Drittel ist gegen Beitragsrückerstattungen
Das Modell kommt bei der Mehrheit der Bevölkerung gut an. Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschers Civey im Auftrag des PKV-Verbands vom Februar 2025:
- Demnach finden 56 Prozent der Bürger das Prinzip der Beitragsrückerstattungen in der PKV gut.
- Ein Drittel (33 Prozent) der Befragten ist dagegen.
- Laut der Umfrage befürworten die Anhänger von CDU/CSU mit 63 Prozent und SPD mit 54 Prozent Beitragsrückerstattungen.
Die Höhe einer Beitragsrückerstattung ist vertraglich festgelegt und gilt für den jeweiligen Tarif. Die Barauszahlung erfolgt in der Regel, wenn der Versicherte im Versicherungsjahr keine Rechnungen eingereicht hat. Häufig steigt die Beitragsrückerstattung, je länger die Leistungsfreiheit dauert. Nach drei Jahren könne diese laut des PKV-Verbands beispielsweise vier bis sechs Monatsbeiträge betragen.
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