Ist Leiter Vertrieb bei Policen Direkt: Efstratios Bezas. © Policen Direkt
  • Von Juliana Demski
  • 02.06.2020 um 15:49
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Die Corona-Krise sorgt bei vielen Deutschen für finanzielle Engpässe. Einige sehen sich deshalb gezwungen, ihre Lebensversicherung zu kündigen oder zu verkaufen. Der Policenankäufer Policen Direkt verzeichnete laut eigenen Angaben „in den ersten vier Monaten schon fast so viele Anfragen wie im gesamten vergangenen Jahr“.

Deutsche, die derzeit unter den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise leiden, spielen mit dem Gedanken, ihre Lebensversicherungsverträge zu kündigen, um finanziellen Spielraum zurückzugewinnen – das Problem betrifft vor allem Selbstständige. „Gastronomen, Hoteliers, Frisöre, Floristen und Fahrlehrer benötigen dringend Geld“, erklärt Efstratios Bezas, Leiter Vertrieb bei Policen Direkt, einem spezialisierten Ankäufer von Lebensversicherungen.

Doch das sei problematisch, so der Experte: „Wer seine Lebensversicherung liquidieren muss, sollte gerade jetzt kein Geld verschenken“, sagt Bezas. „Die Kündigung beim Versicherer ist immer die schlechteste Variante.“

Denn: Wer vorschnell kündige, verliere nicht nur Altersvorsorge und Hinterbliebenenschutz, sondern auch wichtigen finanziellen Mehrwert – im Schnitt seien das 2 bis 6 Prozent. „Deutsche Verbraucher verschenkten allein 2018 etwa 80 Millionen Euro“, heißt es bei Policen Direkt, „weil sie ihre Lebensversicherung stornierten statt diese auf dem Zweitmarkt zu verkaufen“.

Dazu erklärt Manager Bezas, dass der Zweitmarkt in dieser Krisenzeit „ohne Einschränkungen und das zu sehr guten Preisen“ kaufen würde – und offenbar teilt so mancher Betroffene die Sichtweise des Policenankäufers: „Wir haben in den ersten vier Monaten schon fast so viele Anfragen bearbeitet wie im gesamten vergangenen Jahr“, meldet Bezas.

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Juliana Demski

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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