Autos stehen vor einem VW-Autohaus: GDV-Zahlen zufolge wird der Diesel-Skandal für die Rechtsschutzversicherer immer teurer. © picture alliance / Geisler-Fotopress | Christoph Hardt
  • Von Juliana Demski
  • 16.06.2021 um 13:48
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Sechs Jahre ist es her, dass Abgasmanipulationen bei Diesel-Fahrzeugen bekannt wurden – und seitdem steigen die Prozesskosten munter weiter. Einer aktuellen Auswertung des Branchenverbands GDV zufolge handelt es sich um das „bislang teuerste Schadenereignis in der Rechtsschutzversicherung überhaupt“ – mit einer Gesamtschadenhöhe von mittlerweile mehr als 9 Milliarden Euro.

„Der Diesel-Skandal ist das bislang teuerste Schadenereignis in der Rechtsschutzversicherung überhaupt“, weiß der Geschäftsführer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Jörg Asmussen. Ein Ende der Verfahren sei bisher noch nicht in Sicht – der Kreis der betroffenen Hersteller weite sich nach wie vor aus.

„Der Gesamtstreitwert aller über die Rechtsschutzversicherer abgewickelten Diesel-Rechtsschutzfälle ist inzwischen auf über 9 Milliarden Euro gestiegen“, so Asmussen weiter. Aktuellen GDV-Zahlen zufolge sind allein seit der letzten Zählung im Oktober 2020 nochmals rund 60.000 Rechtsschutzfälle und ein Mehraufwand von mehr als 250 Millionen Euro hinzugekommen.

Bis Ende Mai nahmen laut GDV 350.000 Diesel-Kunden ihre Rechtsschutzversicherung in Anspruch; der durchschnittliche Streitwert pro Dieselfall habe sich auf rund 26.000 Euro erhöht. Grund seien höherpreisige Fahrzeuge, zuletzt beispielsweise Wohnmobile, berichtet der Verband.

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Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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