- Von Barbara Bocks
- 02.04.2025 um 17:05
In ihrem aktuellen „Fondspolicenreport Nachhaltigkeit“ analysieren die Firmen Smart Asset Management Service (SAM) und das Institut für Vermögensaufbau die Nachhaltigkeitsqualität von 20 Fondspolicen für den Maklermarkt. Die Experten haben alle relevanten Einzelfonds einem ESG-Konsens-Rating unterzogen. Es basiert auf Bewertungen der in den Fonds tatsächlich enthaltenen Titel.

Fondspolice: Auf welche Kriterien Vermittler besonders achten
Steuerfreie Kapitalerträge per Fondspolice
Die SAM-Analysten haben bei der Auswertung der Fondspolicen-Tarife untersucht, welche für unterschiedliche Nachhaltigkeitspräferenzen am ehesten dazu geeignet sind, die gewünschte Zielrendite mit so wenig Risiko wie möglich beziehungsweise bei einer vorgegebenen Risikoneigung die höchste Rendite zu erzielen.
Das sind die Top-Tarife von nachhaltigen Fondspolicen:
- Swiss Life „Investo“
- Alte Leipziger „FR10“
- Liechtenstein Life „Invest“ und
- LV1871 „Mein Plan“.
Diese Tarife mit einem Top-Rating erzielten mindestens 80 Prozent der maximal erreichbaren Punktzahl in der Auswertung. Ebenfalls sehr gute Ergebnisse mit der Bewertung „Best-Rating“ und mindestens 70 Prozent erreichen unter anderem diese Tarife:
- Helvetia „Clevesto Select“
- Standard Life „Maxxellence Invest“ und
- Stuttgarter „Flex-Rente Performance+“.
„Insgesamt bieten 10 der 20 untersuchten Tarife ein qualitativ und quantitativ gutes bis sehr gutes Angebot an Einzelfonds. Auch wenn es im Angebot nachhaltiger Fondspaletten in Fondspolicen noch viel Nachholpotenzial gibt, können Kunden, die Wert auf nachhaltige Investments im Rahmen ihrer Altersvorsorge legen, bei vielen Versicherern dennoch solide Portfolios bilden“, sagt SAM-Geschäftsführer Thorsten Dorn.
Große Unterschiede bei Tarifrestriktionen von nachhaltigen Fondspolicen
Die Unterschiede zwischen den Tarifen bei durchschnittlich erwartbaren Renditen und Verlustrisiken hängen stark vom jeweiligen Kundenprofil ab. Hier zeigen sich laut der Tester die jeweiligen Stärken und Schwächen der einzelnen Versicherer in Bezug darauf, wie sie es schaffen, die nötigen Anlageklassen im Portfolio zu integrieren.
Denn nach wie vor gibt es auch große Unterschiede bei den Tarifrestriktionen wie der maximal wählbaren Zahl von Einzelfonds und der Mindestinvestitionsquote pro Fonds.
Defensiven und ausgewogen ausgerichteten Kunden fällt Diversifikation schwer
Die Krux dabei: Das Angebot an Einzelfonds hat sich im Vergleich zum Vorjahr marginal um weniger als 10 Prozent vergrößert. Und nur wenige Versicherer haben die Abdeckung aus Sicht der Tester deutlich verbessert so wie die Helvetia.
Bei den nachhaltigen Fondspolicen-Tarifen auf dem deutschen Maklermarkt bestehen aus Sicht der Tester weiterhin teils große Lücken in wichtigen Anlageklassen, die aus ihrer Sicht für ein solides und breit diversifiziertes Portfolio notwendig sind. Und daher haben es gerade defensiv oder ausgewogen ausgerichtete Kunden schwer, wenn sie nachhaltige Aspekte in ihr Investment integrieren und dabei nicht auf eine möglichst breite Diversifikation verzichten wollen.

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