Blick auf den Eingang der Verbraucherzentrale Sachsen in Leipzig: Verbraucherschützer setzen sich immer wieder für die Abschaffung der Provisionsberatung ein. © dpa/picture alliance
  • Von Redaktion
  • 19.12.2016 um 08:10
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Immer wieder sprechen sich Verbraucherschützer für eine Abschaffung der Provisionsberatung und eine Etablierung der Honorarberatung aus. Ein Argument: Die gezahlten Provisionen würden sich auf die Rendite der Versicherungsverträge auswirken. Versicherungsmakler Hubert Gierhartz tritt in seinem Kommentar den Gegenbeweis an.

Nun nehmen wir einfach mal an, der Kunde hätte bei Standard Life 10.000 Euro angelegt. Der Kunde hätte dann mindestens 17.064 Euro erhalten statt 13.682 Euro bei der Huk-Coburg. Die Differenz zwischen Standard Life, wohlwollend für die Huk-Coburg gerechnet, sind sage und schreibe 3.382 Euro.

Neben der deutlich höheren Rendite gibt es aber noch ein viel wichtigeren Aspekt, der zu betrachten ist. Die Huk-Coburg zahlt Provisionen an ihre Vertrauensleute in Höhe von 3 bis  4,5 Promille von der Versicherungssumme, also höchsten 45 Euro – die Vereinbarung mit den Vermittlern (Vertrauensmann-/Frau) Stand 1996: 3 Promille und Stand 2008: 4,5 Promille liegen mir schriftlich vor. Standard Life hätte bei 10.000 Euro eingezahlten Beiträgen 400 Euro Provision gezahlt.

Die Zahlen beweisen doch eindeutig, dass die Provision nichts mit der zu erzielende Rendite zu tun hat. Einzig und allein die Anlagestrategien der Versicherungsunternehmen sind für die zu erzielenden Renditen verantwortlich. Das haben die Verbraucherzentralen  und Verbraucherschützer wohl bis heute nicht erkannt, oder wollen es nicht erkennen, weil  sie sich das Honorarberatergeschäft unter den Nagel reißen wollen.

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