Die Teilnehmer des Roundtables (von links): Michael Hinz, Signal Iduna; Sascha Risse, Inter; Claus Mischler, Gothaer; Andrea Schölermann, Condor; Christian Nuschele, Standard Life; Karen Schmidt, Pfefferminzia; Jürgen Horstmann, Helvetia; und Carsten Mathé, Plansecur. Leider nicht im Bild: Pfefferminzia-Redakteur Lorenz Klein. © Rüdiger Glahs
  • Von Lorenz Klein
  • 13.12.2017 um 12:05
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Run-off, LVRG II, neue Regeln für den Versicherungsvertrieb – in der Lebensversicherungsbranche ist derzeit einiges los. Pfefferminzia sprach mit sieben Experten über die anstehenden Herausforderungen. Hier die erste Auskopplung unseres Roundtables.

Was würde ein Deckel denn für den Vertrieb bedeuten, Herr Mathé?

Mathé: Die Plansecur hat im Fondsbereich schon 2007/2008 begonnen, auch Servicegebühren anzubieten. Da gab es erstmal eine Einkommensdelle. Nach sieben Jahren waren wir wieder auf dem ursprünglichen Niveau. Wir haben mittlerweile über 50 Prozent laufende Einnahmen. Um eine Plansecur mache ich mir daher keine Sorgen. Für den Markt gesehen hat jeder Makler aber sein eigenes Geschäftsmodell. Und wer frisch einsteigt, ist natürlich stärker von Abschlussprovisionen abhängig, als jemand, der schon 30 oder 40 Jahre im Geschäft ist. Für den Nachwuchs wird es also tendenziell schwieriger werden. Eine Provision ist auch nichts Ehrenrühriges: Beratung muss sich lohnen.

Mischler: Das jetzige Courtagesystem hat auch sozialpolitisch gesehen einen Riesenvorteil. Da sich die Provision nach der Beitragssumme bemisst müssen Menschen, die weniger Geld haben, weniger für die Beratung zahlen, und die wohlhabenderen mehr. Das ist sozialpolitisch genau das, was wir haben wollen bei der Altersvorsorge – einen Ausgleich. Bei der Honorarberatung zahlt jeder das gleiche – was sozialpolitisch genau in die andere Richtung geht. Deshalb kann ich nicht verstehen, dass die Parteien, denen das Soziale so wichtig ist, für die Abschaffung der Provision sind.

Den nächsten Teil des Roundtables gibt es am Montag, 18. Dezember 2017, auf Pfefferminzia.de.

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Lorenz Klein

Lorenz Klein gehörte dem Pfefferminzia-Team seit 2016 an, seit 2019 war er stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Im Oktober 2023 hat Klein das Unternehmen verlassen, um sich neuen Aufgaben in der Versicherungsbranche zu widmen.

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