Junge Kollegen sprechen miteinander: Viele Geringverdiener nutzen die Riester-Zulagen, um Vermögen fürs Alters aufzubauen. © Drobotdean / Freepik
  • Von Barbara Bocks
  • 03.04.2025 um 15:29
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Riester-Zulagen machen die Altersvorsorge für viele Geringverdiener interessanter. Und viele machen Gebrauch von dieser Möglichkeit. Wie stark Riester-Sparer die Zulagen nutzen und wieviel sie im Schnitt pro Jahr verdienen.

Riester-Zulagen sind für viele das Spannende an dieser staatlich geförderten privaten Altersvorsorge-Variante, vor allem für Geringverdiener. In den jüngsten statistischen Auswertungen der Zentralen Zulagenstelle zeigt sich, dass der Gesetzgeber mit den Zulagen insbesondere Personen mit Kindern, Frauen und Geringverdiener erreicht.

Insgesamt haben knapp 10,2 Millionen Menschen im Beitragsjahr 2021 Förderungen in Höhe von 3,84 Milliarden Euro erhalten. Diese Zahlen stammen aus einer Pressemitteilung der Deutschen Rentenversicherung Bund.

  • Gemessen an der Förderart gab es rund 5,64 Millionen Riester-Sparer mit reiner Zulagen-Förderung,
  • rund 4,42 Millionen Personen mit Zulagen und Steuerentlastungen
  • sowie rund 160.000 Menschen nur mit Steuerentlastungen.

Mit 1,34 Milliarden Euro entfiel rund die Hälfte der Zulagenzahlungen für das Beitragsjahr 2021 auf die Kinderzulage. Die beiden Arten der  Riester-Zulagen sind Grundzulage und Kinderzulagen.

Die Kinderzulage erhalten Personen, die Kindergeld beziehen. Pro Kind, das bis Ende 2007 geboren wurde, zahlt der Staat eine jährliche Riester-Zulage in Höhe von 185 Euro. Für Kinder, die ab 2008 geboren wurden, bekommen die Eltern 300 Euro pro Jahr.

58 Prozent der Riester-Zulagen gehen an Frauen

Auch Frauen nutzen überdurchschnittlich oft die Fördermöglichkeiten der Riester-Rente. Denn sie arbeiten traditionell häufiger in Teilzeit oder nehmen berufliche Auszeiten, um Angehörige zu pflegen oder um ihre Kinder zu erziehen. Daher sind rund 58 Prozent der Personen, die für das Beitragsjahr 2021 eine Förderung erhielten, Frauen.

Besonders alleinerziehende Frauen, die weder über einen Hochschul- noch über einen Berufschul-Abschluss verfügen, sind gefährdet, im Alter in Armut zu leben. Das derzeitige Riester-Zulagensystem ist vor diesem Hintergrund aus Sicht der Deutschen Rentenversicherung Bund ein guter Mechanismus, um Frauen, Alleinerziehende und ihre Kinder besser zu unterstützen.

Sechs von zehn Riester-Sparer verdienen weniger als 40.000 Euro pro Jahr

Auch ein Blick auf die Einkommensstruktur zeigt, dass gerade die unteren Einkommensgruppen von den Riester-Förderbeträgen profitieren:

  • 27, 3 Prozent der Riester-Sparer verfügten über Jahreseinnahmen bis zu 20.000 Euro.
  • 33,4 Prozent, also gut ein Drittel, hatten ein jährliches Einkommen zwischen 20.000 und 40.000 Euro.
  • Mehr als 40.000 Euro haben 39,4 Prozent der Riester-Sparer im Jahr 2021 verdient.

Damit hatten 60 Prozent aller im Beitragsjahr 2021 geförderten Personen ein jährliches Einkommen von unter 40.000 Euro.

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Barbara Bocks

Barbara Bocks ist seit 2011 als Journalistin im Wirtschafts- und Finanzbereich unterwegs. Seit Juli 2024 ist sie als Redakteurin bei der Pfefferminzia Medien GmbH angestellt.

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