Eine Frau leidet an Depressionen: Die Psyche war 2016 wieder Hauptgrund für einen frühzeitigen Ausstieg aus dem Berufsleben. © dpa/picture alliance
  • Von Juliana Demski
  • 07.07.2017 um 10:42
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Ist die Psyche dauerhaft gestört, ist an einen geregelten Berufsalltag nicht mehr zu denken. Dies belegen auch aktuelle Daten der Deutschen Rentenversicherung: Mit einem Anteil von 42,8 Prozent waren psychische Erkrankungen im vergangenen Jahr die Hauptursache für die Bewilligung einer gesetzlichen Erwerbsminderungsrente (EM-Renten).

Knapp 74.500 Deutsche schieden im vergangenen Jahr wegen Depressionen, Burn-out, Medikamenten- oder Alkoholabhängigkeit vorzeitig aus ihrem Beruf aus. Das ergibt einen Anteil von 42,8 Prozent aller EM-Renten. Auch in den Jahren zuvor lag die Quote immer um und bei 43 Prozent – so aktuelle Zahlen der Deutschen Rentenversicherung.

Bei Frauen lag dieser Anteil mit 49,0 Prozent dabei auch im Vorjahr wieder deutlich höher als bei den Männern (36,5 Prozent).  

Dafür hörten dreimal so viele Männer wie Frauen alkoholbedingt auf, zu arbeiten. 

Im Schnitt erhielten die rund 1,8 Millionen EW-Rentner in Deutschland monatlich knapp 759 Euro (siehe Grafik),

Ab 2018 wird die Zurechnungszeit beginnend Anfang Juni schrittweise um drei Jahre verlängert. Grund hierfür ist der immer noch große Anteil von Betroffenen, die neben ihrer Rente staatliche Grundsicherung benötigen. Deren finanzielle Situation will der Gesetzgeber verbessern. 

Das Ziel: Ab 2024 an sollen neue EM-Renten dann um durchschnittlich 60 Euro höher ausfallen als heute.

Quelle: Deutsche Rentenversicherung
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Juliana Demski

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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