Olaf Scholz (SPD) bei einer Pressekonferenz im April in Berlin: Der Bundesfinanzminister erwartet für 2020 ein Minus bei den Steuereinnahmen in Höhe von 81 Milliarden Euro. © picture alliance/Michael Kappeler/dpa
  • Von Karen Schmidt
  • 27.05.2020 um 10:35
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Die Corona-Pandemie wird in diesem Jahr für Steuerausfälle in Höhe von voraussichtlich 81 Milliarden Euro sorgen. Aus diesem Grund fordert der Verband der Familienunternehmer, die Rente mit 63 abzuschaffen und auch Projekte wie die Grundrente auf Eis zu legen.

Die Corona-Krise hat zu Jobverlusten und einer drastischen Zunahme von Kurzarbeit geführt. Das macht sich auch in den Staatskassen bemerkbar. So sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz Mitte Mai ein klaffendes Steuerloch für 2020 in Höhe von voraussichtlich rund 81 Milliarden Euro voraus.

Der Verband der Familienunternehmer hat vor diesem Hintergrund die Abschaffung der Rente mit 63 gefordert. Das könne die gesetzliche Rentenversicherung in der Corona-Krise entlasten.

„Angesichts einbrechender Steuereinnahmen wird es dem Staat immer schwerer fallen, seine hohen Zuschüsse in die Rentenversicherung aufrechtzuerhalten“, heißt es in einem „Anti-Rezessions-Programm“ des Verbands, das der „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe) vorliegt. „Zur Entlastung sollte die Rente mit 63 abgeschafft und der künftige Renteneintritt an die Entwicklung der Lebenszeit angepasst werden“, heißt es weiter in dem Papier.

Zudem sollten neue Vorhaben wie die Grundrente durch ein Ausgabenmoratorium auf Eis gelegt werden, lautet eine weitere Forderung der Unternehmer.

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Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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