- Von Barbara Bocks
- 04.04.2025 um 15:44
Ein 81-jähriger Mann aus dem Rhein-Pfalz-Kreis wurde Opfer einer KI-Betrugsmasche. Von diesem Fall berichtete „Wochenblatt-reporter.de“ in einer Online-Meldung.
Der Mann hatte im Internet ein Video einer ZDF-Talkshow gesehen. In diesem Video ging es um große Börsengewinne mit Investitionen in eine Kryptowährung. Dieses Video wurde vermutlich über eine künstliche Intelligenz (KI) generiert, heißt es in dem Bericht.

Durchschnittsschaden bei Cybercrime beträgt 219 Euro
Welche Cybergefahren die Wirtschaft am meisten fürchtet
„Cyberversicherungen sind Pflicht wie die betriebliche Haftpflicht“
Nach der Sendung kontaktierte der Mann telefonisch einen angeblichen Finanzberater. Über einen Zeitraum von sechs Monaten überwies der 81-jährige dann rund 27.000 Euro auf ausländische Konten.
Verdacht schöpfte er erst, als er wollte, dass ihm die Kursgewinne ausgezahlt werden – und das trotz mehrmaligem Nachfragen nicht erfolgte. Vielmehr forderten die Kriminellen weitere Gebühren.
61 Prozent deutscher Internet-Nutzer erleben Cybercrime
61 Prozent der Internet-Nutzer in Deutschland sind in den vergangenen zwölf Monaten Opfer von Cybercrime geworden. Vor einem Jahr waren es mit 67 Prozent noch mehr. Und vor zwei Jahren waren es sogar 75 Prozent.
Im Schnitt ist den Befragten in den vergangenen zwölf Monaten allerdings nur ein Schaden von 219 Euro entstanden. Zu diesen Ergebnissen kam eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom von 1.021 Internetnutzern (wir berichteten).
Die meisten Betrugsfälle passieren beim Online-Kauf
Am häufigsten kam es für die Befragten zu einem Betrug bei einem Online-Kauf. Knapp einem Drittel der Personen (36 Prozent) ist das passiert. Bei 30 Prozent haben sich Angreifer per Kurznachricht, Mail oder Telefonanruf durch sogenanntes Phishing persönliche Informationen verschafft.
3 Prozent der Befragten erging es wie dem Rentner mit dem 81.000 Euro Schaden. Sie wurden von Kriminellen mit einem Deepfake getäuscht, also einem KI-generierten Video oder Foto.
Hohe Dunkelziffer bei Cyberkriminalität
Generell gilt: „Bei Cyberkriminalität haben wir in den offiziellen Statistiken eine hohe Dunkelziffer, weil viele Menschen sich nicht an Behörden wenden oder juristische Schritte ergreifen“, so Ralf Wintergerst, Präsident von Bitkom.
Nur rund ein Viertel (26 Prozent) der von Cyberkriminalität Betroffenen haben Strafanzeige bei der Polizei erstattet. Fast die Hälfte (46 Prozent) haben laut der Bitkom-Studie das Gespräch mit Freunden oder Familie gesucht.

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